Startseite » Musiktherapie G.I.M.

G.I.M. (Guided Imagery and Music) ist eine musikzentrierte psychotherapeutische Methode, die von der Amerikanerin Dr. Helen Bonny entwickelt und seither weltweit weiter entwickelt wurde. G.I.M. basiert u.a. auf den Arbeiten C.G. Jungs sowie auf den Erkenntnissen der Humanistischen und Transpersonalen Psychologie.

Helen BonnyZiel dieser Arbeit ist es, die Menschen mit den Bereichen des Unbewussten in Verbindung zu bringen. Helen Bonny fand heraus, dass die Klassische Musik einer der verlässlichsten Türöffner in diese Bereiche ist. In ihrer Komplexität spiegelt die Musik unsere vielschichtige Psyche wider. So kann die Musik im tief entspannten Zustand authentische Gefühle erlebbar machen, Erinnerungen wachrufen oder Lebensthemen bewusst machen in Form von persönlichen wie archetypischen inneren Bildern oder Körperwahrnehmungen. Auf diese Weise können Schattenanteile bewusst werden, die hinter einer Problematik oder einer Krankheit stehen. Vor allem aber können Ressourcen und Heilungsmöglichkeiten erkannt werden, die ebenfalls in den Bereichen des Unbewussten verborgen sind. Das „Gold“ liegt also oft in den dunklen Bereichen der Seele.  Diese „innere Reise“ mit Hilfe der Musik  wird von der Therapeutin begleitet und im verbalen Austausch unterstützt und vertieft.
Gegebenenfalls wird das Erlebte in Form eines Mandalas festgehalten. So können die wesentlichen Erkenntnisse einer „Musikreise“ noch deutlicher werden.
Begleitende therapeutische Gespräche ermöglichen es, die emotionalen und sinnlichen Erfahrungen kognitiv zu verarbeiten und sie so konkret in die Lebenswirklichkeit umzusetzen.

BR2 (10.10.2000) „Musik durchdringt die Materie – über Helen Bonny und ihre Pioniertaten für die moderne Psychotherapie“ von Anna Röcker und Kathrin Seyfahrt: